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SportKunst! in Herford

Da ich zur Zeit immer so lange arbeiten muss, komme ich gar nicht mehr zum Basteln geschweige denn Fotos machen. Aber!: Wir waren letztes Wochenende in Herford zur "SportKunst! Die Convention" und haben uns Muskelkater und Prellungen abgeholt ;)

Im Vorfeld konnte man sich für maximal 3 Kurse aus 3 Blöcken entscheiden, die sich an beiden Tagen wiederholten und die über verschiedene Sporthallen in ganz Herford verteilt waren. Hier sind alle Kurse, die angeboten wurden:

1. Block (Sa 10:00-12:30 Uhr, So 09:00-11:30 Uhr)
  • Freestyle Taekwon
  • Jonglage für Einsteiger
  • Nia
  • Salsa
  • Einrad
  • Feuerpoi Anfänger
  • Bogenschießen

2. Block (Sa 13:30-16:00 Uhr, So 12:30-15:00 Uhr)
  • Kendo
  • Yoga
  • Hoop Dance
  • Streetdance
  • Rope Skipping
  • Tango Argentino
  • Feuerpoi Fortgeschrittene
  • Le Parkour Anfänger
3. Block (Sa 17:00-19:30 Uhr, So 16:00-18:30 Uhr)
  • Fechten
  • Boxen
  • Tai Chi Chuan
  • Capoeira
  • Improvisationstheater
  • Line Dance
  • Lindy Hop
  • Le Parkour Fortgeschrittene
Wir hatten uns für Bogenschießen, Le Parkour für Anfänger und Tai Chi Chuan entschieden. Zwischen den Einheiten gab es einstündige Pausen und zum Mittag konnte man sich am zentralen Platz leckeres Essen und Getränke besorgen und, wer nach dem Mittag keinen Kurs besucht hat, konnte noch Kaffee und Kuchen genießen.

Am Samstag ging es beim Bogenschießen vor allem darum, die richtige Technik mittels Trockenübungen zu erlernen. Ich wusste nicht, dass man auf so viel achten muss! Wir haben an den beiden Tagen 12 von 54 Dingen gelernt, die man beim Bogenschießen berücksichtigen muss: parallel stehen, leicht nach vorne beugen (Spannung aufbauen), Blick über die linke Schulter zum Ziel, linken Arm ausstrecken, Schulter runter, linke Hand im 45°-Winkel, McDonaldsfinger und und und... am Schluss durften wir dann doch noch kurz einen richtigen Bogen in der Hand halten :)
Den Sonntag haben wir dann die 2 1/2 Stunden nur mit Schießen zugebracht. Das war klasse! Man konnte den Lernerfolg bei sich selber merken und wie wichtig es ist, die vorher gelernten Dinge einzuhalten. Am Schluss haben wir dann auch noch Luftballons kaputt geschossen. Die Trainer waren sehr sehr nett und konnten den Sport sehr ansprechend vermitteln. Es hat einfach nur Spaß gemacht und ich denke, ich werde diesen Sport auch weiterführen. Vermutlich sogar bei denen, die es mit am WE beigebracht haben.




Le Parkour war dann wieder nicht so toll für mich. Wir sind am Samstag 1/2 Std. zu spät gekommen, weil wir Bogenschießen verlängert hatten und dann leider etwas länger auf das Mittagessen warten mussten. Aber letztendlich war es nicht ganz so schlimm, da dieser Sport dann doch nichts für mich war. Das "Aufwärmen" war Einspringen, Einrennen, Abrollen über Böcke, schräge Bänke und einen kleinen Parkour ohne Dehnung und das hat meinen Beinen den Rest gegeben. Sie waren so übersäuert, dass ich nach 15-20 Minuten nur noch wackelig war und meinem Körper und Tai Chi zuliebe aufgegeben habe. Chris hat noch weiter gemacht und sich nach noch mehr Sprüngen, Wandlaufen und Saltoversuchen bei einem Purzelbaum auf einer Holzbank den Nacken und den Rücken derart geprellt hat, dass er am Sonntag fast nicht mitgekommen wäre. Eine heiße Dusche und Aspirin wirkten dann doch, aber den Stress vom Vortag wollten wir nicht noch einmal haben und so ließen wir Le Parkour am 2. Tag für ein entspanntes Mittagessen (diesmal hatten wir beim Bogenschießen fast eine Stunde überzogen) und Kaffeetrinken sausen.

Beim Tai Chi Chuan nach der Chen-Art konnten wir richtig gut abschalten, zur Ruhe kommen und einfach nur wir selbst sein. Da Tai Chi Kampfkunst ist und keine Gymnastikübung für Kranke oder Ähnliches, war ich sehr sehr erleichtert, als der Meister dies direkt am Samstag klar stellte. Es geht ums Kämpfen und vor allem darum, bei sich selbst zu sein und eine innere Ruhe zu entwickeln. Denn dann kann einen nichts und niemand verletzen. Es war so toll! So entspannt und eingekehrt bin ich selten und es war einfach schön. Die langsamen Bewegungen mit der entspannenden Musik im Hintergrund (leichte Gesänge, Vogelzwitschern, Wasser) waren sehr beruhigend. Und für 2 Stunden konnten wir dem Stress entfliehen und einfach nur da sein. Am 1. Tag haben wir die Grundabfolge als die Geschichte eines Mönchen, der morgens aufsteht und einiges erlebt und tun muss, kennen gelernt. Diese Abfolge beinhaltet alles, was man beim Tai Chi zum Kämpfen benötigt. Man trainiert sie 4 Jahre lang, bis die Bewegungen nicht mehr im Kopf sondern durch Intuition ablaufen. Erst dann beginnen die Partnerübungen, in denen dann das eigentliche Kämpfen erlernt wird. Am Sonntag haben wir dann die Bewegungen vertieft und dann doch noch Partnerübungen (als Aussicht auf in 4 Jahren) gemacht. Wir wollen Tai Chi Chuan auf jeden Fall weiter machen und am liebsten genau bei diesem Meister, aber leider kommt für uns nur sein Kurs im Fitnessstudio in Frage und das ist leider teuer... Wir müssen mal sehen, wie wir das machen.

Alles in allem war die Convention echt klasse und ich kann sie jedem nur empfehlen, der gerne mal die eine oder andere Sportart ausprobieren will! Sie ist immer am letzten Wochenende der Sommerferien (NRW). Leider werden wir nächstes Jahr dann gerade aus Dänemark wiederkommen *schnüff*

In der NW gibt es auch einen Artikel über die Convention, in dem auch Chris (mehr oder weniger richtig) zitiert wurde. Hier könnt ihr ihn finden: Bewegung, die Spaß macht

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